{"id":892,"date":"2016-05-24T11:06:17","date_gmt":"2016-05-24T09:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/naumburg.uni-goettingen.de\/?page_id=892"},"modified":"2016-07-14T09:20:28","modified_gmt":"2016-07-14T07:20:28","slug":"das-bistum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/naumburg.uni-goettingen.de\/?page_id=892","title":{"rendered":"Das Bistum"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcberblick \u00fcber das Bistum Naumburg<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lage:<\/strong> zwischen Erfurt und Leipzig im heutigen Sachsen-Anhalt<br \/>\n<strong>Gr\u00fcndung:<\/strong> 968 als Bistum Zeitz<br \/>\n<strong>Aufl\u00f6sung:<\/strong> im 16. Jahrhundert infolge der Reformation<\/p>\n<p><strong>Entstehung<\/strong><br \/>\nIm 10. Jahrhundert hatte K\u00f6nig Otto I. im Zuge der Slawenmission das Ziel, das Land zwischen Saale und Elbe f\u00fcr sein Reich zu gewinnen. Er bezog die Kirche in seine politischen Pl\u00e4ne ein. So wurde die weltliche Gewalt in diesem Raum an drei Markgrafen \u00fcbergeben, an deren Sitzen in Zeitz, Merseburg und Mei\u00dfen 968 jeweils ein Bistum gegr\u00fcndet wurde. Vom K\u00f6nig erhielt das Bistum 976 die Burg Zeitz als Bischofssitz.<\/p>\n<p><strong>10.\/11. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Angriffe auf die Region von \u00e4u\u00dferen Feinden in den ersten Jahren. Verteidigung durch den Markgrafen aus dem Geschlecht der Ekkehardiner.<\/p>\n<p>1028 Verlegung des Bistums von Zeitz nach Naumburg. Urheber und Hintergr\u00fcnde sind in der Forschung umstritten: Kaiser Konrad II. oder die Markgrafen Hermann und Ekkehard II.<\/p>\n<p>In Naumburg entstand anschlie\u00dfend eine klassische Bischofsstadt mit Dom, Domnebenstift, einem M\u00e4nner- und einem Frauenkloster. Dies wurde erm\u00f6glicht durch die adligen Burgherren, die Ekkehardiner.<\/p>\n<p>1033 erhielt Naumburg das k\u00f6nigliche Privileg f\u00fcr die Kaufleute, einen Markt abhalten zu d\u00fcrfen; dies gilt als Jahr der Stadtgr\u00fcndung.<\/p>\n<div id=\"attachment_1612\" style=\"width: 295px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1612\" class=\"size-medium wp-image-1612\" src=\"https:\/\/naumburg.uni-goettingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Bistum_Merseburg_1250-285x300.png\" alt=\"Herrschaftsgebiet der Hochstifte Merseburg und Naumburg-Zeitz um 1250\" width=\"285\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/naumburg.uni-goettingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Bistum_Merseburg_1250-285x300.png 285w, https:\/\/naumburg.uni-goettingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Bistum_Merseburg_1250.png 311w\" sizes=\"auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px\" \/><p id=\"caption-attachment-1612\" class=\"wp-caption-text\">Herrschaftsgebiet der Hochstifte Merseburg und Naumburg-Zeitz um 1250, Bildnachweis: Wikimedia Commons (gemeinfrei)<\/p><\/div>\n<p><strong>12.\/13. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p>Gepr\u00e4gt von K\u00e4mpfen zwischen dem s\u00e4chsischen Adel und den K\u00f6nigen sowie den Auseinandersetzungen zwischen Kaisern und P\u00e4psten.<\/p>\n<p>Die Naumburger Bisch\u00f6fe waren insgesamt stark in den Reichsdienst eingebunden und standen zumeist auf der Seite der salischen und staufischen K\u00f6nige. Als Dank erhielt das Bistum unterschiedliche Besitzt\u00fcmer durch \u00dcbereignung.<\/p>\n<p>Unter Bischof Engelhard (1206-1242) erlebte das Stift seine Hochzeit, sichtbar besonders durch den Neubau des Doms (= die heute noch erhaltene sp\u00e4tromanische Domkirche) 1242.<br \/>\nDanach: unruhige und krisenhafte Zeit, die durch den Vertrag von Seu\u00dflitz 1259 ein Ende finden sollte. Dieser wurde besiegelt durch unterschiedliche Besitzver\u00e4u\u00dferungen an die Wettiner (= Erben der Ekkehardiner), die Schutzherrschaft und Abh\u00e4ngigkeit des Bistums von diesen.<\/p>\n<p>Von ca. 1280 bis ins 16. Jahrhundert war Zeitz wieder die Residenz der Naumburger Bisch\u00f6fe. Naumburg blieb offizieller Bistumssitz.<\/p>\n<p><strong>14.\/15. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p>Konsolidierung des Territoriums durch die Bisch\u00f6fe. Zeitgleich Einengung bei der Herrschaftsaus\u00fcbung durch das Domkapitel, an dessen Zustimmung sie bei vielen Entscheidungen gebunden waren.<\/p>\n<p>1320 Gliederung des Bistumssprengels in vier Archidiakonate:<\/p>\n<ol>\n<li>Naumburger Dompropstei<\/li>\n<li>Zeitzer Propstei<\/li>\n<li>Plei\u00dfenland (geh\u00f6rte seit 1418 zur Naumburger Domkantorei)<\/li>\n<li>Muldenland (geh\u00f6rte seit 1416 zur Zeitzer Dechanei)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Erneute Angriffe von au\u00dfen: zun\u00e4chst durch die Hussiten, sp\u00e4ter durch den S\u00e4chsischen Bruderkrieg. Zudem weitere Einengung des Bistums durch die \u00fcberm\u00e4chtigen Landesherren (seit 1423 Kurf\u00fcrsten von Sachsen).<\/p>\n<p>Von etwa 1450 bis zur Reformation herrschte Ruhe und die Bisch\u00f6fe widmeten sich inneren Angelegenheiten, wie der Finanzlage ihres Bistums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberblick \u00fcber das Bistum Naumburg Lage: zwischen Erfurt und Leipzig im heutigen Sachsen-Anhalt Gr\u00fcndung: 968 als Bistum Zeitz Aufl\u00f6sung: im 16. Jahrhundert infolge der Reformation Entstehung Im 10. Jahrhundert hatte K\u00f6nig Otto I. im Zuge der Slawenmission das Ziel, das Land zwischen Saale und Elbe f\u00fcr sein Reich zu gewinnen. 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